Mosaik-Kunst in Pompeji (ca. 500v.Chr. -79 n.Chr.)

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Opus vermiculatum

Mosaikemblem in Opus vermiculatum als Teil eines Fussbodens aus Pompeji (Archäologisches Nationalmuseum Neapel)

Der Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 nach Christus hat die römischen Städte Pompeji, Herculaneum, Stabiae und Oplontis vollkommen unter sich begraben. Diese Orte lagen nachher für Jahrhunderte unter einer dicken Schicht aus Magma, Bims und Asche. Erst im 18. Jahrhundert hat man Pompeji entdeckt. Wissenschaftliche Ausgrabungen  brachten Wunderbares und Schreckliches zu Tage. Seither gilt Pompeji als berühmte archäologische Fundstätte.

Da die Stadt und ihre Bewohner überraschend „konserviert“ wurden, fand man viele höchst interessante Hinweise/Belege, die zum Verständnis der Antike generell und zum Leben und Aussehen der Menschen Pompeijs im Besonderen Auskunft geben. Vieles konnte freigelegt, geborgen und rekonstruiert werden.

Die wertvollsten, noch erhaltenen Mosaike sind im Museo Archeologico Nazionale in Neapel ausgestellt.
Sie sind in Tessaratechnik verfertigt:

im Gegensatz zu den Kieselstein Mosaiken früherer Jahrhunderte, die aus natürlichen, unveränderten Steinchen hergestellt wurden, brach man bei der Tessara-Technik die Plättchen mit Metallwerkzeug aus dem gewählten Material heraus. So erhielt man 4-eckige Teilchen gleicher Grösse, also bearbeitete Steinchen, die oft nur 1-4 Millimeter Seitenlänge massen.

In Pompeji waren Mosaike griechischer Herkunft beliebt. Nach Meinung der meisten Forscher stammen die Motive von griechischen Tafel-Bildern. Die Technik wurde übernommen und auch griechische Künstler kamen ins römische Reich, um der grossen Nachfrage der wohlhabenden Römer gerecht zu werden.

Ein berühmtes Beispiel für griechische Mosaikkunst in Pompeji ist das Werk aus der Casa del Fauno
„Die Alexanderschlacht“.
Millionen von Kalksteinen gestalten das 5,82 x 3,13 Meter große Meisterwerk.

Bild aus kunstkopie.de:
Es zeigt die Schlacht zwischen Alexander dem Großen und dem persischen Großkönig Dareios III.

Das untere Bild stammt aus Herculaneum. Wie so viele andere Sujets von Mosaiken und Gemälden zeigt uns auch dieses deutlich, dass die Menschen der Städte nach erotischen Lebensfreuden und ruhigem Leben strebten.

Mosaik aus Herculaneum

Viele der Mosaike zeigen uns Szenen von Menschen und Tieren der damaligen Zeit und bringen uns so ihre Lebensumstände näher.

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